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Zukunft und Zusam­men­halt: Das machen wir gemeinsam.

Autorenfoto-Darmstadt

Clau­dia Betz­holz
04.11.2022



Was für ein Jubi­lä­ums­jahr! Für uns in Darm­stadt stand 2022 nicht nur der 125-jäh­­ri­­ge Geburts­tag des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des im Fokus, wir hat­ten auch unser 100-jäh­­ri­­ges Bestehen zu Fei­ern. Zahl­rei­che Aktio­nen wur­den auf die Bei­ne gestellt, um auf die Arbeit der Cari­tas in der heu­ti­gen Zeit auf­merk­sam zu machen und um den Mit­ar­bei­ten­den und Ehren­amt­li­chen Dan­ke zu sagen. Dan­ke für die Arbeit „Von Mensch zu Mensch! “

Foto: Andre­as Kelm

„Alle gro­ßen Din­ge im Leben begin­nen immer damit, dass einer mehr Mut hat als alle ande­ren…“ ein ermu­ti­gen­der Sinn­spruch, von unse­rer Gra­fi­ke­rin Andrea Celest Schwaak. Spon­tan ent­stan­den bei der Gestal­tung der Jah­res­be­richt­sei­ten über den Grün­der des Cari­tas­ver­ban­des Darm­stadt Dr. Wil­helm Schleuß­ner, der am 3. August 1922 als dama­li­ger Stu­den­ten­seel­sor­ger den muti­gen Schritt wag­te und den Spu­ren von Cari­­tas-Grün­­der Lorenz Werth­mann folg­te. Die­ser hat­te 1897 die viel­fäl­ti­ge und leben­di­ge Cari­tas­be­we­gung des 19. Jahr­hun­derts ver­eint und pro­fes­sio­na­li­siert und mit der Dach­struk­tur dafür gesorgt, dass die vie­len gut gemein­ten Hil­fen auch da ankom­men konn­ten, wo sie gebraucht wurden.

Foto: Tho­mas Neu

Viel­fäl­ti­ge Aktio­nen im Jubiläumsjahr

Unse­re 100 Jah­re waren für uns ein Anlass auch ein­mal mit neu­en Wegen auf unse­re Arbeit auf­merk­sam zu machen. So fährt für ein Jahr ein Lini­en­bus in unse­rem Cari­­tas-Design durch Darm­stadt und Umge­bung, eine eige­ne 85-Cent-Brie­f­­mar­­ke schmückt unse­re Aus­gangs­post, auf Fach­ta­gen kamen und kom­men wir mit vie­len Kooperationspartner*innen ins Gespräch und bei After-Work-Par­­tys konn­ten die Mit­ar­bei­ten­den mal vom All­tag abschalten.

Dass bei unse­rem Fest­akt die Prä­si­den­tin die Fest­re­de gehal­ten hat, das hat uns alle beson­ders gefreut. Neu­gie­rig war Frau Wel­­skop-Def­­faa auf unse­ren Ver­band auch durch die Talen­tak­ti­on gewor­den, die wir im Jubi­lä­ums­jahr orga­ni­siert hat­ten! Dass sich Mit­ar­bei­ten­de nach anstren­gen­den Arbeits­ta­gen enga­gie­ren, um Spen­den für Men­schen in Not zu sam­meln, und das auf so unter­schied­lich krea­ti­ve Art und Wei­se, das hat sich bis nach Ber­lin rumgesprochen.

Die Talen­tak­ti­on

Nein, es war nicht unse­re Idee, die haben wir uns von den Osna­brü­cker Kolleg*innen abge­schaut, die bereits 2016 ihren 100. Geburts­tag gefei­ert hat­ten. Ganz nach dem Gleich­nis von den anver­trau­ten Talen­ten (Bibel­stel­le Mt 25, 14 – 29) konn­te jede*r Mit­ar­bei­ten­de 10 Talen­te, sprich 10 Euro, erhal­ten und ver­su­chen, aus die­sem Start­ka­pi­tal mehr zu machen, den Ideen waren kei­ne Gren­zen gesetzt und die Mit­ar­bei­ten­den haben ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf gelas­sen. Mit dem Ver­kauf von selbst her­ge­stell­ten Pro­duk­ten wie Holun­der­blü­ten­si­rup, Kräu­ter­salz und Erd­beer­ge­lee, Mar­me­la­den, Scho­ko­ku­chen, Koch­kä­se, Plätz­chen oder Hand­ar­bei­ten wie Wich­tel und Ster­ne und sons­ti­gen Aktio­nen wie ein Jubi­lä­ums­wein oder ein Glücks­schwein­chen wur­den 7.541,88 Euro ein­ge­nom­men. Dazu kam noch die Kol­lek­te vom Fest-Got­­tes­­dienst, so dass ins­ge­samt 8.210,49 Euro nun auf­ge­teilt an Cari­tas Inter­na­tio­nal für die Stra­ßen­kin­der in Kenia, an Pro­jek­te von Netz­werk Leben und an den Nach­bar­schafts­heim Darm­stadt e. V. gespen­det werden.

Foto: Klaus Mai

 

Von Mensch zu Mensch – auch die nächs­ten 100 Jahre!

Was die nächs­ten 100 Jah­re brin­gen wer­den, wis­sen wir genau­so wenig wie damals Lorenz Werth­mann und Wil­helm Schleuß­ner – dass wir aber gro­ße Her­aus­for­de­run­gen vor uns haben ist kein Geheim­nis – der Krieg in der Ukrai­ne hat weit­rei­chen­de Fol­gen für unser Land, die Sor­gen und Ängs­te vie­ler Men­schen sind längst Gegen­stand von Gesprä­chen in unse­ren Diens­ten und Ein­rich­tun­gen, die Mit­ar­bei­ten­den in der Pfle­ge sind erschöpft nach zwei Jah­ren Pan­de­mie und den vie­len zusätz­li­chen Schich­ten, weil die Kolleg*innen feh­len, der Kli­ma­wan­del ist nicht mehr weg­zu­re­den und die Ener­gie­kri­se ist gera­de in aller Mun­de. Es ist unser aller Auf­ga­be die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen jetzt zu begin­nen, der sozia­le Zusam­men­halt in unse­rer Gesell­schaft ist brü­chig – manch­mal hat man den Ein­druck es gibt nur noch schwarz oder weiß – es ist wich­tig, dass wir bunt blei­ben – Digi­ta­li­sie­rung, demo­gra­phi­scher Wan­del, sind wei­te­re The­men, die es zu gestal­ten gilt.

Wenn es auch in Zukunft gelingt, mit so vie­len haupt- und ehren­amt­lich enga­gier­ten Men­schen die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit anzu­pa­cken, die natio­na­len, loka­len und glo­ba­len Anstren­gun­gen zusam­men­zu­füh­ren, dann lebt die groß­ar­ti­ge Geschich­te des Cari­tas­ver­ban­des weiter.


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Dra­chen, Schweiß und vie­le Emotionen 

HarryLandauerAutorenfoto

Har­ry Land­au­er
26.10.2022



Nicht nur die Läufer:innen des Jubi­lä­ums­lauf kamen ins Schwit­zen. Denn beim 100sten Jubi­lä­um der Cari­tas in Regens­burg wur­de ordent­lich ein­ge­heizt. Vom tro­pi­schen Wet­ter, einem Feu­er­dra­chen und der zwei­tä­gi­gen Fei­er in der Alt­stadt. Dabei blick­te der Diö­ze­san­ver­band nicht nur zurück, son­dern auch in die Zukunft. 

Ein Feuerdrache spuckt feuer
Fotos: H.C. Wagner

Der Fur­ther Dra­chen­stich ist das ältes­te Volks­schau­spiel Deutsch­lands. Die Fest­spiel­sai­son ist all­jähr­lich im August, in die­sem Jahr aber wur­de der Dra­che bereits im Juli geweckt – im Dienst der Cari­tas. Sein Job: „Anfeu­ern“ der Läu­fe­rin­nen und Läu­fer beim Cari­tas Jubi­lä­ums­lauf vom tsche­chi­schen Pil­sen nach Regens­burg. In der Grenz­stadt Furth im Wald, etwa auf hal­ber Stre­cke, erwar­te­te der Dra­che das Laufteam.

Aber nicht der Feu­er­dra­che und das Lau­fen, son­dern auch die Hit­ze brach­te man­che ins Schwit­zen: Mit dem Jubi­lä­ums­lauf star­te­te der Cari­­tas-Diö­­ze­­s­an­­ver­­­band Regens­burg bei tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren in ein zwei­tä­gi­ges Jubiläumsfest.

Der Dra­che feu­ert Läu­fe­rin­nen und Läu­fer an, die durch die Grenz­stadt Furth kommen. 

Das Jubi­lä­um 100 Jah­re Cari­tas­ver­band Regens­burg soll­te im Som­mer rund um das Grün­dungs­da­tum 26. Juli gefei­ert wer­den. Aus der Idee eines Spen­den­laufs zum Jubi­lä­um wur­de das Pro­jekt ent­wi­ckelt, von Frei­tag, 22. Juli, bis Sams­tag, 23. Juli 2022, die 180 Kilo­me­ter vom Platz der Repu­blik in Pil­sen (mit der wun­der­schö­nen goti­schen St. Bar­­tho­­lo­­mä­us-Kathe­­dra­­le) lau­fend zu bewäl­ti­gen, um am Nach­mit­tag des 23. Juli auf dem Alten Korn­markt bei der berühm­ten Alten Kapel­le in Regens­burg anzu­kom­men und dort das Fest­wo­chen­en­de zu eröffnen.

Hin­ter­grund der grenz­über­schrei­ten­den Begeg­nung von Pil­sen und Regens­burg ist eine lang­jäh­ri­ge Ver­bun­den­heit der Cari­tas­ver­bän­de. Nach dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs wur­de die Cari­tas im Nach­bar­land mit tat­kräf­ti­ger Hil­fe aus Regens­burg auf­ge­baut. Bis heu­te pfle­gen die bei­den Ver­bän­de eine freund­schaft­li­che Ver­bin­dung. Der „Ver­bin­dungs­lauf“ setz­te dafür ein Zeichen.

Rund 50 Läu­fer und Läu­fe­rin­nen eines inter­na­tio­na­len Teams kamen pünkt­lich und sicher ins Ziel. Mit dabei: Die amtie­ren­de deut­sche Mara­­thon-Meis­­te­­rin Corin­na Harrer.

Jubi­lä­um als Fest der Begegnung

Das Bis­tum Regens­burg ist flä­chen­mä­ßig das größ­te Bis­tum Bay­erns, ent­spre­chend sind die über 900 Diens­te und Ein­rich­tun­gen der Cari­tas weit gestreut. Vie­le Tau­send Men­schen arbei­ten hier haupt- und ehren­amt­lich für die Cari­tas, unter­ein­an­der kennt man sich kaum. Aus die­sem Grund soll­te das Jubi­lä­ums­jahr und ins­be­son­de­re das Jubi­lä­ums­fest, das schließ­lich zwei Tage lang mit einem bun­ten Büh­nen­pro­gramm mit­ten in der Regens­bur­ger Alt­stadt gefei­ert wur­de, auch ein Fest der Begeg­nung werden.

Blues und Blas­mu­sik, DJ und Gos­pel­chor – die Band­brei­te des musi­ka­li­schen Ange­bots sorg­te für ein kurz­wei­li­ges Programm.

„Das Regens­bur­ger Duo „Ohr­an­ge“ mit Sän­ger Manu­el Mei­er und Per­cus­sio­nist Sebas­ti­an Schier­lin­ger machen „moder­ne baye­ri­sche Musik“ und bezau­ber­ten das Publi­kum mit Charme und Humor. Ihre Songs erzäh­len vom „Leben und der Liebe“. 

„Fei­ern wir heu­te, arbei­ten wir mor­gen und ver­su­chen wir wei­ter gemein­sam, die Welt ein biss­chen bes­ser zu machen.“

Eva Maria Wel­­skop-Def­­faa, Prä­si­den­tin des Deut­schen
Cari­tas­ver­ban­des in Regensburg

Offi­zi­el­ler Fest­tag war Sonn­tag, der 24. Juli 2022, der mit einem Pon­ti­fi­kal­amt im voll besetz­ten Regens­bur­ger Dom begann. „Die Kir­che ist nicht sie selbst, wenn sie nicht cari­tas ist und wenn sie nicht Men­schen erweckt, Die­ner der cari­tas zu sein“, sag­te Bischof Rudolf Voder­hol­zer in sei­ner Predigt.

Das Mot­to des Cari­tas­ver­bands im Jubi­lä­ums­jahr lau­tet: Mit­Mensch­lich­keit leben. “Das Pro­gramm der Cari­tas ist ein Ver­spre­chen, das wir jeden Tag aufs Neue aus­ge­ben“, so Diö­­ze­­san-Cari­­tas­­di­­re­k­­tor Micha­el Weiß­mann beim anschlie­ßen­den Fest­akt. „Jeder Mensch ist immer Mit-Mensch, dem wir mit Mensch­lich­keit begeg­nen wol­len und so Mit­mensch­lich­keit leben.“

Sams­tag­abend in Regens­burg: Die inklu­si­ve For­ma­ti­on Blues With A Fee­ling rund um den viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Blues­gi­tar­ris­ten Wolf­gang Bern­reu­ther rock­te den Alten Kornmarkt.

Cari­tas in Regens­burg: Vom ers­ten Welt­krieg bis heute

Auf­takt für das Jubi­lä­ums­jahr in Regens­burg war der 19. Novem­ber, Tag der hei­li­gen Eli­sa­beth, Patro­nin der Cari­tas in der päpst­li­chen Basi­li­ka St. Emmer­am. Die­se befin­det sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der Fürst­li­che Not­stands­kü­che, wo die Cari­tas all­täg­lich Mahl­zei­ten für Bedürf­ti­ge in Regens­burg orga­ni­siert. Der Ort ver­weist auf die Wur­zeln der christ­li­chen Cari­tas eben­so wie auf die heu­te leben­di­ge Cari­tas­ar­beit und gleich­zei­tig auf die Not­wen­dig­keit orga­ni­sier­ter Hil­fe, wie sie schon bei der Ver­bands­grün­dung im Jahr 1922 bestand.

Im dama­li­gen Nach­­­kriegs-Deut­sch­­land herrsch­ten Armut, Arbeits­lo­sig­keit und Wirt­schafts­kri­sen. Die Men­schen im Land, auch in Regens­burg und der Regi­on, waren ver­sehrt an Leib und See­le. Neben kon­kre­ten Hil­fen für Bedürf­ti­ge, Hil­fen für Straf­ge­fan­gen und Straf­ent­las­se­ne war die „Trin­ker­für­sor­ge in Regens­burg“ eine wich­ti­ge Anlauf­stel­le für Notleidende. 

Orga­ni­sier­te Cari­tas reagiert ange­mes­sen auf Her­aus­for­de­run­gen ihrer Zeit

Mit der Grün­dungs­ver­samm­lung am 26. Juli 1922 begann der kon­ti­nu­ier­li­che Auf­bau kari­ta­ti­ver Ange­bo­te und Ein­rich­tun­gen im Bis­tum Regens­burg und der dafür not­wen­di­gen Struk­tu­ren. Heu­te ist der Cari­tas­ver­band Regens­burg Spit­zen­ver­band für rund 900 Diens­te und Ein­rich­tun­gen dar­un­ter rund 60 ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te und 50 Ein­rich­tun­gen der Alten­hil­fe. Der Cari­tas­ver­band ist Trä­ger von Kran­ken­häu­sern, Alten- und Pfle­ge­hei­men, zwei­er Pfle­ge­fach­schu­len, einem Pfle­ge­cam­pus sowie zwei wei­te­ren Fach­aka­de­mien für Sozi­al­päd­ago­gik. Im Bereich der Kin­der­ta­ges­stät­ten ist der Ver­band für die fach­li­che Betreu­ung von rund 400 Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zustän­dig und betreut rund 160 Kin­der­ta­ges­stät­ten in Geschäftsführung.

Hel­fen macht nicht ärmer lau­te­te der Titel des Fest­vor­trags, in dem Prof. Man­fred Eder, Inha­ber des Lehr­stuhls für Kir­chen­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät Osna­brück, vor den Gäs­ten der Fei­er­stun­de am 24. Juli die Geschich­te des Cari­tas­ver­bands Regens­burg ent­fal­te­te. Bei sei­nem „Streif­zug durch die Ver­bands­ge­schich­te“ stell­te er eine Stär­ke der orga­ni­sier­ten Cari­tas her­aus. Sie war und ist immer in der Lage, auf die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit ange­mes­sen zu reagie­ren. Mit Blick auf die Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Tage zeigt sich die Cari­tas in ganz Deutsch­land als effek­tiv und hand­lungs­fä­hig. Aber, so Eder, zu fra­gen sei, wie die Fun­da­men­te die­ser Arbeit sich ent­wi­ckeln werden.

Best­mög­li­che Hil­fe auch in den nächs­ten 100 Jahren

Trotz beein­dru­cken­der und auf die Bedürf­nis­se der Zei­ten ant­wor­ten­den Ent­wick­lung des Cari­tas­ver­ban­des, sei­en die Zukunfts­per­spek­ti­ven nicht unein­ge­schränkt posi­tiv zu beur­tei­len. Das gesell­schaft­li­che Umfeld und die Rah­men­be­din­gun­gen kari­ta­ti­ver Arbeit hät­ten sich ein­schnei­dend ver­än­dert: „Wird es der Kir­che gelin­gen, den Men­schen auch wei­ter­hin sozia­le Diens­te mit einem eigen­stän­di­gen, dezi­diert christ­lich gepräg­ten Pro­fil anzu­bie­ten und die­ses Pro­pri­um als Mehr­wert plau­si­bel und begehrt zu machen?“

Die Beant­wor­tung die­ser Fra­ge dürf­te, so der His­to­ri­ker, für die Zukunft der Cari­tas nicht nur in der Diö­ze­se Regens­burg ent­schei­dend sein.

125 Jah­re DCV – 100 Jah­re DiCV — Eine Tor­te zum Jubi­lä­um. Die Cari­tas in Deutsch­land ist star­ker und unver­zicht­ba­rer Wohlfahrtsverband.

„Ver­band­li­che Cari­tas heißt: best­mög­li­che Hil­fe für alle, die die­ser Hil­fe bedür­fen“, sag­te der Cari­tas­vor­sit­zen­de und Dom­ka­pi­tu­lar Micha­el Dreß­el beim Fest­akt im Regens­bur­ger Kol­ping­haus. Das Mot­to des Tages for­mu­lier­te schließ­lich Prä­si­den­tin Eva Maria Wel­­skop-Def­­faa: „Fei­ern wir heu­te, arbei­ten wir mor­gen und ver­su­chen wir wei­ter gemein­sam, die Welt ein biss­chen bes­ser zu machen.“


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Carisounds – Der Klang der Nächstenliebe

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Chris­toph Grätz, Cari­tas für das Bis­tum Essen
13.10.2022



Der Jubi­lä­ums-Pod­­cast zum 125. Geburts­tag der Deut­schen Cari­tas – Eine herz­li­che Ein­la­dung an Cari­tas­mit­ar­bei­te­rin­nen und ‑mit­ar­bei­ter zum Mitmachen.

Der Cari­tas­ver­band für das Bis­tum Essen gra­tu­liert mit sei­nem Mit­­­mach-Pod­­cast „carisounds“ der Deut­schen Cari­tas zum 125-jäh­­ri­­gen Bestehen. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Cari­­tas-Ein­­rich­­tun­­­gen kön­nen sich betei­li­gen, indem sie ihren Klang der Nächs­ten­lie­be an die Cari­tas im Bis­tum Essen sen­den. Auch der Cari­tas­ver­band für die Stadt Essen fei­ert in die­sem Jahr sein 125-jäh­­ri­­ges Bestehen.

Cari­tas heißt Nächs­ten­lie­be, und genau das ist auch die Idee unse­res Geburts­­­tags-Pod­­casts: Neh­men Sie mit Ihrem Smart­pho­ne Ihren Klang der Nächs­ten­lie­be auf und sen­den Sie ihn uns zu.

Was Ihr Klang der Nächs­ten­lie­be sein könn­te? Zum Bei­spiel, wenn die alten Herr­schaf­ten in Ihrem Alten­heim „Hoch auf dem gel­ben Wagen“ sin­gen. Oder wenn in Ihrer Sozi­al­sta­ti­on der lieb­li­che Klang der Kaf­fee­ma­schi­ne die mor­gend­li­che Bespre­chung ein­läu­tet. Viel­leicht ist es auch die ganz beson­de­re Hei­ter­keit und Stil­le im Hos­piz, in dem Sie Men­schen auf ihrem letz­ten Weg begleiten.

Bit­te erzäh­len Sie auch, wer Sie sind und war­um gera­de die­ser Sound Ihr Klang der Nächs­ten­lie­be ist. Ver­ges­sen Sie nicht, auch Ihren Geburts­tags­gruß für die Cari­tas auf­zu­neh­men und uns alles zuzusenden.

Aus den Ein­sen­dun­gen schnei­det die Cari­tas im Bis­tum Essen dann klei­ne Epi­so­den für den Caritas-Geburtstags-Podcast.

Hier noch­mal kurz und bün­dig die vier Din­ge, die wir von Ihnen brauchen:

  1. Ihren Klang der Nächs­ten­lie­be, ein typi­sches Geräusch Ihrer Arbeit mit den Men­schen, die Sie beglei­ten, betreu­en oder pflegen
  2. eine kur­ze Erklä­rung zu Ihrem Klang der Nächstenliebe
  3. ein paar gespro­che­ne Sät­ze, wer Sie sind
  4. Ihren Geburts­tags­gruß an die Caritas.

Bit­te sen­den Sie uns alles an fol­gen­de E‑Mail-Adres­­se: presse@caritas-essen.de.

Zu hören sind die carisounds unter https://carisounds.podigee.io


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Kunst­ak­ti­on für Haupt- und Ehren­amt­li­che in Osnabrück

Jennifer Schotter_Autorin

Jen­ni­fer Schot­ter, Cari­tas im Bis­tum Osnabrück
12.10.2022



Bei der „Expe­di­ti­on Zukunft“ in Osna­brück tref­fen sich Ehren­amt­li­che und Haupt­amt­li­che im Kunst­raum „hase29“. Dabei ent­ste­hen far­ben­fro­he Kunst­wer­ke, die einen beson­de­ren Blick auf Indiv­dua­li­tät und Soli­da­ri­tät werfen.

Zukunft, Indi­vi­dua­li­tät und Soli­da­ri­tät — mit die­sen The­men setz­ten sich elf Haupt- und Ehren­amt­li­che der Cari­tas bei einem Kunst­work­shop krea­tiv aus­ein­an­der. Die Teil­neh­men­den waren eine bun­te Trup­pe, bestehend aus ehren­amt­li­chen Lern­pa­ten, frei­wil­lig Enga­gier­ten mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund und Haupt­amt­li­chen des Cari­tas­ver­bands Osnabrück.

Die Künst­le­rin Nina Lüken­ga führt durch den Workshop.

Die Ver­an­stal­tung fand im Osna­brü­cker Kunst­raum “hase29” statt. Anlass des Work­shops war das 125-jäh­­ri­­ge Jubi­lä­um der Cari­tas in Deutsch­land. Der Deut­sche Cari­tas­ver­band lädt dabei alle Inter­es­sier­ten ein, einen Blick in die Zukunft zu wer­fen und krea­ti­ve Ideen für eine lebens­wer­te Zukunft zu entwickeln.

Kunst zeigt Indi­vi­dua­li­tät und verbindet

Die Ergeb­nis­se des Work­shops kön­nen sich sehen las­sen: Es sind indi­vi­du­el­le und far­ben­fro­he Wer­ke ent­stan­den, die nun in der Außen­vi­tri­ne des Kunst­rau­mes 29 aus­ge­stellt sind. Die Teil­neh­men­den waren bei dem 3‑stündigem Work­shop mit viel Freu­de dabei. “Für eini­ge war das eine ganz neue Erfah­rung, weil sie noch nie zuvor künst­le­risch gear­bei­tet haben”, berich­tet Pro­jekt­lei­te­rin Jen­ni­fer Schot­ter. “Die Künst­le­rin Nina Lüken­ga hat durch den Work­shop geführt und uns unter­stützt, unse­re Ideen auf Papier zu bringen.”

Neben der künst­le­ri­schen Arbeit stand auch der Aus­tausch zwi­schen den Ehren­amt­li­chen aus unter­schied­li­chen Pro­jek­ten im Mit­tel­punkt. “Kunst ver­bin­det. Mit die­ser gemein­sa­men Akti­on konn­ten wir Men­schen aus ver­schie­de­nen Berei­chen zusam­men­brin­gen”, betont Jen­ni­fer Schotter.

Im Kunst­raum selbst und im Schau­fens­ter wer­den eini­ge Wer­ke ausgestellt.

Expe­di­ti­on Zukunft

Das Kunst­pro­jekt war Teil der Expe­di­ti­on Zukunft. Mit die­sem Work­­shop-For­­mat, wol­len wir im Ver­band in die Zukunft schau­en und uns mit unse­ren Wer­ten aus­ein­an­der set­zen. Die Expe­di­ti­on Zukunft bie­tet krea­ti­ven und inno­va­ti­ven Ideen Raum und Rah­men, für die Suche nach neu­en Ant­wor­ten für eine lebens­wer­te Zukunft für alle Menschen.

Mehr zur Expe­di­ti­on Zukunft


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Frei­burg im Caritasfieber

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Ste­pha­nie Age­then, Deut­scher Caritasverband
19.07.2022



Aus­ge­las­se­ne Stim­mung, leb­haf­te Dis­kus­sio­nen, jede Men­ge gutes Wet­ter: Der Tag der Cari­tas glänz­te unter dem Mot­to #Das­Ma­chen­wir­Ge­mein­sam mit vie­len bewe­gen­den Begegnungen.

Bestes Wetter und zahlreiche Gäste waren beim Tag der Caritas auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg.

Am Don­ners­tag, dem 14. Juli war ganz Frei­burg im Cari­tas­fie­ber. Ganz Frei­burg? JA! Das lag nicht nur an den hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren von nahe­zu 40 Grad, son­dern vor allem an den meh­re­ren tau­send Besucher:innen sowie haupt- und ehren­amt­li­chen Cari­­tas-Mit­­ar­­bei­­ten­­den, die zum Tag der Cari­tas auf dem Platz der Alten Syn­ago­ge feierten.

Auf­tritt von Dr. Tim­ba y los Seda­n­e­ros passt her­vor­ra­gend zum son­ni­gen Wetter

Der Tag begann um 9.30 Uhr mit einem gemein­sa­men Fest­got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Ste­phan Bur­ger im Frei­bur­ger Müns­ter und ende­te für vie­le der zahl­rei­chen Gäs­te spät am Abend mit dem gemein­schaft­li­chen Sal­­sa-Tanz zu süd­ame­ri­ka­nisch inspi­rier­ten Klän­gen von Dr. Tim­ba y los Seda­n­e­ros vor der gro­ßen Büh­ne. Dazwi­schen: ein bun­tes und viel­fäl­ti­ges Rah­men­pro­gramm, Infor­ma­tio­nen zur Arbeit der Cari­tas, span­nen­de Dis­kus­sio­nen und Talks, Zir­kus­ver­an­stal­tun­gen für Kin­der, Kaba­rett und Thea­ter­per­for­mance sowie zahl­rei­che herz­haf­te und süße kuli­na­ri­sche High­lights aus ver­schie­de­nen Län­dern der Welt. 

Am Abend spielten Dr. Timba y los Sedaneros kubanische Salsas und brachten das Publikum damit zum tanzen.
Am Abend spiel­ten Dr. Tim­ba y los Seda­n­e­ros kuba­ni­sche Sal­sas und brach­ten das Publi­kum damit zum tanzen. 

Der Tag hat sicht­bar gezeigt, „dass ein leb­haf­ter Aus­tausch und ein gutes Zusam­men­wir­ken der ver­schie­de­nen Akteu­re unse­re Stär­ke sind“, sagt Cari­­tas-Prä­­si­­den­­tin Wel­­skop-Def­­faa. Beson­ders erfreut zeig­te sich die Prä­si­den­tin über die Viel­falt an bewe­gen­den Begeg­nun­gen von Alt und Jung, natio­nal und inter­na­tio­nal, haupt­amt­lich und ehren­amt­lich. „Es ist wun­der­bar zu sehen, wie sehr Cari­tas Men­schen bewegt, Per­spek­ti­ven öff­net und Lebens­we­ge posi­tiv beeinflusst.“

Mit Ober­bür­ger­meis­ter Horn war sich die Prä­si­den­tin des Cari­tas­ver­ban­des einig, dass sozia­ler Zusam­men­halt die sub­si­diä­re Anstren­gung der Wohl­fahrts­pfle­ge braucht – auf loka­ler, diö­ze­saner und Bun­des­ebe­ne. Sie dank­te den Kolleg:innen vom DiCV und den Ort­s­ca­ri­tas­ver­bän­den der Regi­on für das gute Miteinander.

Am Tag gab es zahlreiche schöne Begegnungen, zum Beispiel mit Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.
Am Tag gab es zahl­rei­che schö­ne Begeg­nun­gen, zum Bei­spiel mit Frei­burgs Ober­bür­ger­meis­ter Mar­tin Horn.

Deutsch­land­weit sind wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen im Jubi­lä­ums­jahr geplant

Der Tag der Cari­tas in Frei­burg war eine von meh­re­ren Ver­an­stal­tun­gen im ver­band­li­chen Pro­gramm, das anläss­lich des 125. Geburts­tags des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des über das gan­ze Jahr ver­teilt in ganz Deutsch­land statt­fin­det. Unter der Über­schrift #Das­Ma­chen­Wir­Ge­mein­sam gibt es gro­ße und klei­ne Events, die mit Dank­bar­keit dar­an erin­nern, wie vie­le Men­schen sich bis heu­te für die Idee der „Lie­bes­tä­tig­keit“ und Soli­da­ri­tät begeis­tern lassen. 

Neben Musik und Tanz gab es auch zahlreiche Podiumsdiskussionen, hier etwa zum Zusammenhang von Klimaschutz und Armut.
Neben Musik und Tanz gab es auch zahl­rei­che Podi­ums­dis­kus­sio­nen, hier etwa zum Zusam­men­hang von Kli­ma­schutz und Armut. 

Zur 125-jäh­­ri­­gen Geschich­te des Deut­schen Caritasverbands

Für wirk­sa­me Hil­fe­leis­tun­gen gegen Armut und Krank­heit und für bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen in der sozia­len Arbeit: Im Novem­ber 1897 grün­de­te eine klei­ne Grup­pe katho­li­scher Sozi­al­re­for­mer in Köln den Deut­schen Cari­tas­ver­band. Ziel: Pass­ge­naue Hil­fen für Men­schen in Not. Dazu ver­ein­ten sie Trä­ger ver­schie­de­ner katho­li­scher sozia­ler Hilfs­an­ge­bo­te. Unter Lei­tung des jun­gen Pries­ters Lorenz Werth­mann schu­fen sie ein Dach für die Arbeit der Cari­tas in Deutsch­land und den Grund­stein für die welt­wei­te Cari­tas­be­we­gung. 125 Jah­re spä­ter ist aus den klei­nen Anfän­gen der größ­te Wohl­fahrts­ver­band Deutsch­lands mit bun­des­weit über 25.000 Diens­ten und Ein­rich­tun­gen sowie 693.000 haupt­amt­li­chen und 500.000 ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ten­den gewor­den. In Frei­burg und Umge­bung ist die Cari­tas (fast) über­all ver­tre­ten: Hier hat der Deut­sche Cari­tas­ver­band mit sei­nem Hilfs­werk Cari­tas inter­na­tio­nal sei­nen Sitz, eben­so der Diö­ze­sanca­ri­tas­ver­band für das Erz­bis­tum Frei­burg sowie die Cari­­tas-Orts- und Kreis­ver­bän­de Frei­­burg-Stadt, Emmen­din­gen und Breis­­gau-Hoch­­­schwar­z­­wald. Die Cari­­tas-Orts­­ver­­­bän­­de unter­stüt­zen in ver­schie­de­nen Not­la­gen – von der Schul­d­­ner- bis zur Sucht­be­ra­tung, betrei­ben Kitas, Pfle­ge­hei­me, Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen und Hos­pi­ze und unter­stüt­zen Woh­nungs­lo­se und Geflüchtete. 


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