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GEWALT UND GERECHTIGKEIT

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Car­men Gräf
18.01.2022



Gewalt­er­fah­run­gen las­sen sich nicht wie­der gut machen. Den­noch ver­sucht Gabrie­le Kriegs mit ihrer Arbeit im Frau­en­haus Gerech­tig­keit wie­der­her­zu­stel­len – in dem sie Frau­en vor Gewalt beschützt, ihnen zu ihrem Recht ver­hilft und sie dar­in unter­stützt, sich ein eige­nes, gewalt­frei­es Leben aufzubauen.

Gabrie­le Kriegs kämpft mit vol­lem Her­zen für die Rech­te von Frauen.

Wer im Frau­en­haus lan­det, hat in der Regel eine lan­ge Lei­dens­ge­schich­te hin­ter sich. Vie­le Frau­en wer­den Jah­re oder Jahr­zehn­te lang von ihren Män­nern gede­mü­tigt und geschla­gen. Die Gewalt­spu­ren sieht man ihnen in der Regel nicht sofort an. “Die wenigs­ten Opfer haben blaue Fle­cken im Gesicht”, erzählt Gabrie­le Kriegs. Die Frau­en­haus-Lei­­te­­rin hat die ange­neh­me Aus­strah­lung eines Men­schen, der auf­geht, in dem, was er tut. Eine Power-Frau mit wachem Blick und anste­cken­dem Lachen. Sie wirkt durch­set­zungs­stark, spricht schnell mit Ber­li­ner Einschlag.

Gabrie­le Kriegs lei­tet seit fast 30 Jah­ren ein Frau­en­haus in Berlin.
© Alle Fotos: Wal­ter Wetzler

Lie­be? Oder finan­zi­el­le Abhängigkeit?

“Män­ner, die öfter zuschla­gen, wis­sen ganz genau wohin”. War­um hal­ten Frau­en das aus? Gabrie­le Kriegs hat dafür kei­ne end­gül­ti­ge Erklä­rung: “Lie­be? Oft ist es wohl vor allem finan­zi­el­le Abhän­gig­keit.” Das wüss­ten die Män­ner natür­lich und trau­ten den Frau­en nicht zu, sich aus der Bezie­hung zu lösen oder gar den Gewalt­tä­ter anzu­zei­gen. Eine Unge­rech­tig­keit, gewiss, aber dann erzählt sie, dass sie immer wie­der Frau­en erlebt, die rasch Kon­se­quen­zen zie­hen: “Wenn ein Mann sie bedroht, die Tür zuknallt und eine Vase hin­ter­her­wirft, sagen die ‘mit mir nicht’ und sind weg.”

Seit fast 30 Jah­ren lei­tet Gabrie­le Kriegs das Frau­en­haus der Cari­tas in der west­li­chen Mit­te Ber­lins. Seit­dem kämpft sie für den Schutz von Frau­en und Kin­dern, für ihren finan­zi­el­len Unter­halt und ihre Unab­hän­gig­keit. 18 Frau­en sind der­zeit hier unter­ge­bracht, zwi­schen 20 und 40 Jah­re alt, die meis­ten mit Kin­dern und mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. “Ich begeg­ne hier viel Unrecht”, sagt sie “und ver­su­che ein Stück weit Gerech­tig­keit zu schaffen.”

https://www.youtube.com/watch?v=sz21ogguYzYhttps://www.youtube.com/watch?v=sz21ogguYzY

Das Frau­en­haus nimmt Frau­en mit Gewalt­er­fah­rung auf

Plötz­lich muss es schnell gehen. Eine Frau ruft an und bekommt einen Treff­punkt genannt. Dort­hin muss sie allein kom­men. “Die ein­zi­ge Beglei­tung, die wir akzep­tie­ren, ist Poli­zei in Uni­form”, sagt Gabrie­le Kriegs.

Das Haus nimmt Frau­en ab 18 auf, die Gewalt erfah­ren haben oder von Gewalt bedroht sind. Wenn eine Kli­en­tin zu nah am Haus wohnt, wird sie an ein ande­res Frau­en­haus ver­mit­telt. Es wäre zu ris­kant, dass ihr der gewalt­tä­ti­ge Part­ner in der Nach­bar­schaft über den Weg läuft. “Die Adres­se bleibt geheim — das ist die obers­te Regel im Haus,“ sagt die Cari­­tas-Frau. Vom ers­ten Ein­druck wirk­ten die meis­ten Frau­en sta­bil: “Die waren oft schon beim Jugend­amt oder bei der Poli­zei, haben also den ers­ten Schritt gewagt. Vie­le haben schon län­ger mit dem Gedan­ken gespielt, sich zu trennen.”

Die 20 Zim­mer des Frau­en­hau­ses wer­den der­zeit von 18 Frau­en und ihren Kin­dern bewohnt.

Die Lei­te­rin und ihre Mit­ar­bei­ten­den las­sen die Frau­en erst ein­mal zur Ruhe kom­men und bie­ten Gesprä­che an. “Vie­le atmen auf, wenn sie mer­ken, dass sie hier sicher sind.” sagt die Lei­te­rin des Hauses.

Finan­zen, Sor­ge­recht, Umgang mit Gewalt: vie­le juris­ti­sche Fra­gen müs­sen geklärt werden

Frau­en müss­ten ihre Rech­te ken­nen, erklärt Gabrie­le Kriegs. Sie müss­ten zum Bei­spiel wis­sen, dass sie Anspruch haben auf finan­zi­el­le Unter­stüt­zung und auf juris­ti­sche Bera­tung. Dass das Gewalt­schutz­ge­setz für sie greift und dass sie Anträ­ge ans Fami­li­en­ge­richt stel­len kön­nen, wenn es zum Bei­spiel ums Sor­ge­recht für die Kin­der geht. Im Frau­en­haus gibt es für die Kin­der ein kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen und kos­ten­lo­se Betreu­ung. Für ihre Mahl­zei­ten und ihren Lebens­un­ter­halt müs­sen die Frau­en selbst aufkommen.

“Vie­le atmen auf, wenn sie mer­ken, dass sie hier sicher sind.” – Gabrie­le Kriegs, Cari­tas Berlin

Des­halb küm­mert sich die Cari­­tas-Frau so schnell wie mög­lich um die finan­zi­el­le Absi­che­rung ihrer Kli­en­tin­nen: “Wir haben eine super Koope­ra­ti­on mit dem Job­cen­ter, das läuft über ein form­lo­ses Fax, um die Ansprü­che zu sichern.” Vie­le Fami­li­en, aus denen die Frau­en kom­men, leben von Hartz-IV. Sie wer­den von den Behör­den als Bedarfs­ge­mein­schaft mit ihrem Ex-Par­t­­ner ein­ge­stuft. Das Geld, das sie vom Staat bekom­men, wird auf­ge­teilt zwi­schen ihnen, den Kin­dern und dem Ex-Partner.

Zu viel Gewalt – zu wenig Plät­ze in Frauenhäusern

Vier bis sechs Mona­te sind die meis­ten Frau­en hier. “Es pas­siert immer wie­der, dass eine Frau ihrem neu­en Freund ver­rät, wo sie wohnt oder sich gar hier abho­len lässt. Dann muss sie unser Haus ver­las­sen,” betont Gabrie­le Kriegs. Denn es gilt: Sicher­heit für alle geht vor der Sicher­heit der ein­zel­nen Frau. Das sei für sie und ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen schwer: “Gera­de wenn alles auf einem guten Weg war oder wenn die Frau drei Kin­der hat, die gera­de umge­schult wurden.”

Hat die Coro­­na-Pan­­de­­mie die Situa­ti­on ver­schlim­mert? Gibt es mehr Opfer, die vor häus­li­cher Gewalt hier­her flüch­ten? Die Cari­­tas-Frau kann das nicht bestä­ti­gen: “Es ist so schlimm wie es immer war. Es gibt nicht genug Plät­ze in Frauenhäusern.”

Im Frau­en­haus nimmt Gab­i­re­le Kriegs Frau­en ab 18 zusam­men mit ihren Kin­dern auf.

Was sie jedoch über Jah­re hin­weg beob­ach­tet: Das Frau­en­haus spie­gelt das, was in der Stadt los ist. “Wäh­rend des Bür­ger­kriegs in Jugo­sla­wi­en kamen vie­le Geflüch­te­te hier­her, die häus­li­che Gewalt nahm zu. Das pas­sier­te auch in der Kri­se 2015. In den über­füll­ten Unter­künf­ten der Geflüch­te­ten stieg die Gewalt gegen Frau­en an.”

Das Frau­en­haus als Spie­gel der Gesellschaft

Doch gera­de geflüch­te­te Frau­en hät­ten einen gro­ßen Drang, sich und ihren Kin­dern ein bes­se­res Leben zu ermög­li­chen. Gabrie­le Kriegs erzählt von einer Leh­re­rin aus Syri­en, die an der Uni­ver­si­tät Pots­dam ins Refu­gee Tea­chers Pro­gram auf­ge­nom­men wur­de — eine Ergän­zungs­qua­li­fi­ka­ti­on für Päd­ago­gen, die nicht in Deutsch­land aus­ge­bil­det wur­den. “Die Frau unter­rich­tet heu­te an einer Ber­li­ner Schu­le, ihre Kin­der sind Klas­sen­bes­te.” Es schwingt merk­lich Stolz mit, wenn Gabrie­le Kriegs das erzählt. Auch das ist für sie Gerech­tig­keit — wenn Frau­en es schaf­fen, sich aus einer schein­bar aus­weg­lo­sen Situa­ti­on zu lösen und sich ein neu­es Leben auf­bau­en: “Ich fin­de es beein­dru­ckend, wie stark die Frau­en sind!”


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NÄCHS­TEN­LIE­BE MIT COOLNESSFAKTOR

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Car­men Gräf
18.01.2022



Life­style, Kon­sum und sozia­les Gewis­sen: Wie passt das zusam­men? Ele­na Weber von young­ca­ri­tas in Ber­lin macht es vor. Mit Nadel und Faden haucht sie alten Klei­dungs­stü­cken neu­es Leben ein und schafft dabei einen Mehr­wert für vie­le sozia­le Pro­jek­te vor Ort. 

Ele­na Weber sieht Nächs­ten­lie­be als wich­ti­ges Zei­chen sozia­ler Verantwortung.

“Ich war mal ein Rock, jetzt bin ich ein Hut”, steht auf einem Zet­tel an einem kes­sen weiß-schwar­­zen Hüt­chen, das an ein Dal­­ma­­ti­­ner-Fell erin­nert. Im youn­g­­ca­­ri­­tas-Laden “cari­doo” bekom­men Klei­dungs­stü­cke und Stoff­res­te eine zwei­te Chan­ce. Der Name des Upcy­cling-Pro­­­jekts „ver­giss­mein­nicht“ will ver­deut­li­chen, dass man Din­ge nicht links lie­gen las­sen soll, nur weil sie einen klei­nen Schön­heits­feh­ler haben, etwa ein klei­nes Loch oder einen losen Saum. “Die Sachen sol­len nicht ver­ges­sen und ver­schrot­tet wer­den — im schlimms­ten Fall in irgend­wel­chen Müll­ver­bren­nungs­an­la­gen”, sagt Ele­na Weber.

Ele­na Weber arbei­tet ehren­amt­lich für das Upcy­cling-Pro­­­jekt “ver­giss­mein­nicht” in Ber­lin.
© Alle Fotos: Wal­ter Wetzler

Die Stu­den­tin ist 23 Jah­re alt und enga­giert sich ehren­amt­lich bei “ver­giss­mein­nicht.”  Sie betreut Näh­grup­pen, in denen neue Sachen ent­ste­hen: Taschen, Kis­sen, Patch­work­de­cken, Kuschel­tie­re, Schür­zen oder ein „Uten­si­lo“. Das besteht aus lau­ter zusam­men­ge­näh­ten Jeans-Hosen­­ta­­schen und bie­tet Platz für Büro­krims­krams oder Kosmetikartikel.

Uten­si­los, Rucks­ak­kos und ande­re Taschen – alles Upcycling

“Ein coo­les Teil” nennt Ele­na Weber ein Täsch­chen mit Jeans­strei­fen, die auf einen bun­ten Stoff auf­ge­näht wur­den. Die Sachen sehen gut aus und wür­den sich in jedem Ber­li­ner Life­style-Laden ver­kau­fen. Die Ren­ner waren bis­her die “Rucks­ak­kos”: Sport­ruck­sä­cke aus alten Sak­kos. “Der­zeit sind gera­de Bauch­taschen und Kos­me­tik­ta­schen ange­sagt”, erzählt Ele­na Weber.

Der Ver­kaufs­er­lös geht an sozia­le Pro­jekt der Cari­tas. Für Ele­na Weber ein sehr sinn­vol­ler Akt prak­ti­zier­ter Nächs­ten­lie­be. “Das ist für mich ein uni­ver­sel­ler Begriff, der nicht unbe­dingt direkt etwas mit Kir­che zu tun hat.” Nächs­ten­lie­be sei für sie wich­tig als Zei­chen sozia­ler Ver­ant­wor­tung. “Ich bin sehr pri­vi­le­giert auf­ge­wach­sen und fin­de es toll, davon etwas an die Gesell­schaft zurück­ge­ben zu kön­nen”, sagt die Stu­den­tin. “Mit mei­ner krea­ti­ven Arbeit unter­stüt­ze ich Men­schen, die weni­ger pri­vi­le­giert sind als ich.”

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Mate­ri­al und Werk­zeu­ge sind gespendet 

Die Kund­schaft im Ber­li­ner Bezirk Prenz­lau­er Berg weiß Selbst­ge­mach­tes und nach­hal­tig Her­ge­stell­tes zu schät­zen. Denn Upcy­cling und Do-it-yourself wer­den immer belieb­ter, nicht nur hier im hip­pen Stadt­teil, in dem der Laden „cari­doo“ liegt. “Wenn man Din­ge selbst macht, steckt man Mühe und Lie­be rein und erin­nert sich an jeden Schritt im Her­stel­lungs­pro­zess”, betont Ele­na Weber. “So wird ein Pro­dukt etwas ganz Beson­de­res. Wenn man auch noch alten Sachen ein neu­es Leben geben kann, ist das dop­pelt toll.”

Auf die­sen Pro­zess war­ten in den Rega­len noch vie­le Stoff­res­te, Jackets und Knöp­fe. Es sind lau­ter Spen­den, die zum Teil aus Klei­der­kam­mern stam­men. “Sogar unse­re Näh­ma­schi­nen wur­den gespen­det”, erzählt Ele­na Weber. “Des­halb haben man­che auch leich­te Macken, aber damit kom­men wir klar.”

“Nächs­ten­lie­be ist für mich ein uni­ver­sel­ler Begriff, der nicht unbe­dingt direkt etwas mit Kir­che zu tun hat. Ich bin sehr pri­vi­le­giert auf­ge­wach­sen und fin­de es toll, davon etwas an die Gesell­schaft zurück­ge­ben zu kön­nen.” – Ele­na Weber, young­ca­ri­tas Berlin

Ele­na Weber hat das Nähen von ihrer Oma gelernt

Schon mit neun Jah­ren ließ sie sich von ihrer Groß­mutter das Nähen bei­brin­gen. “Und es macht mir immer noch gro­ßen Spaß”, sagt sie. “Am tolls­ten fin­de ich bis­her mei­ne Bauch­ta­sche, an der ich gera­de arbei­te. Außen hat sie einen Sak­­ko-Stoff, innen einen glit­zern­den, gla­mou­rö­sen schwar­zen Stoff sowie eine Han­dy­ta­sche aus Sakko-Stoff.”

Im Pro­jekt “ver­giss­mein­nicht” ver­ar­bei­tet Ele­na Weber vor allem gespen­de­te Mate­ria­li­en. Auch das Werk­zeug besteht groß­teils aus Spenden.

Dann holt sie eine recht­ecki­ge Kos­me­tik­ta­sche her­vor, die unver­kenn­bar aus Sak­­ko-Stoff ent­stan­den ist. “Die­se Taschen haben wir für ‘Evas Obdach’ gemacht.” Das ist eine Unter­kunft für Not­über­nach­tung des Sozi­al­diens­tes Katho­li­scher Frau­en in Ber­lin. “Das war rich­tig cool”, erzählt sie, “wir haben den Fashion Revo­lu­ti­on Day dafür aus­ge­wählt.” Der wird welt­weit jedes Jahr am 24. April began­gen. An die­sem Tag stürz­te 2013 die Tex­til­fa­brik Rana Pla­za in Ban­gla­desch ein und töte­te 1135 Men­schen. Der Fashion Revo­lu­ti­on Day soll dar­an erin­nern, unse­ren Mode­kon­sum zu hinterfragen.

Fashion Revo­lu­ti­on Day erin­nert an Unglück in einer Textilfabrik

Auch die­ses Erin­nern ist für Ele­na Weber ein unbe­ding­ter Akt der Nächs­ten­lie­be. “Wir haben uns dafür online getrof­fen, da es mit­ten in der Pan­de­mie war.” So konn­ten auch Nähe­rin­nen — die aller­meis­ten sind Frau­en — aus Mün­chen und Frank­furt dabei sein. Das Upcy­cling-Team aus Ber­lin fer­tig­te die Schnit­te an, ver­schick­te die­se und erhielt von den Teil­neh­me­rin­nen die fer­ti­gen Kos­me­tik­ta­schen. “Die kamen super an bei den Frau­en von Evas Obdach”, berich­tet Ele­na Weber, “auch weil jede Tasche ein Uni­kat ist.”

Mit ihrem Enga­ge­ment bei young­ca­ri­tas zeigt Ele­na Weber, was Nächs­ten­lie­be bedeu­ten kann.

Sie wer­den ver­mut­lich nicht mit Lip­pen­stift und Make-Up, son­dern mit Deos, Dusch­gels und Hand­cremes befüllt. Wich­tig sei vor allem, dass die Taschen einen Hen­kel zum Auf­hän­gen hät­ten. Prak­tisch für die obdach­lo­sen Frau­en, die sie dann auch in den ver­schie­de­nen Dusch­mo­bi­len der Stadt oder in öffent­li­chen Toi­let­ten benut­zen könn­ten. Es wird ver­mut­lich nicht das letz­te Pro­jekt für Evas Obdach gewe­sen sein. Die Arbeit der Upcy­cling-Frau­en stößt dort auf gro­ße Resonanz.

Jede Upcy­cling-Tasche ist ein Unikat

Wenn Ele­na Weber das erzählt, strahlt sie übers gan­ze Gesicht. Nächs­ten­lie­be hat für sie und ihr Upcy­cling-Team ein ganz kon­kre­tes Ziel: “Wir ver­su­chen die Welt ein Stück weit bes­ser zu machen.”

Die Upcy­cling-Pro­­­du­k­­te von “ver­giss­mein­nicht” wer­den im Laden “Cari­doo” der Cari­tas Ber­lin ver­kauft. Die Erlö­se kom­men aus­nahms­los sozia­len Pro­je­ken zu Gute. 

 

Lust, bei young­ca­ri­tas in Ber­lin oder beim Upcy­cling-Pro­­­jekt “ver­giss­mein­nicht” selbst mit­zu­ma­chen? Mel­den Sie sich ein­fach per Mail an youngcaritas@caritas-berlin.de.

 


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2022 IST JUBILÄUMSJAHR!

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Deut­scher Cari­tas­ver­band
03.01.2022



Die Cari­tas besteht seit 125 Jah­ren. Seit sei­ner Grün­dung hat der Wohl­fahrts­ver­band immer wie­der pas­sen­de Ant­wor­ten auf neue sozia­le Not­la­gen ent­wi­ckelt, sagt Cari­­tas-Prä­­si­­den­­tin Eva Maria Welskop-Deffaa.

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Wir fei­ern Geburts­tag. Das ist Grund genug, zurück­zu­bli­cken auf 125 Jah­re Cari­­tas-Geschich­­te, aber auch kri­tisch zu Fra­gen, für wel­che Wer­te die Cari­tas jetzt und in Zukunft ste­hen kann. 

https://www.youtube.com/watch?v=aepBMFmeT-Ihttps://www.youtube.com/watch?v=aepBMFmeT‑I

Mehr Jubi­lä­ums-Inhal­­te dem­nächst online

Zahl­rei­che Inhal­te rund um das 125-Jäh­­ri­­ge Cari­­tas-Jubi­lä­um wer­den wir dem­nächst ver­öf­fent­li­chen. Hier auf der Kam­­pa­­g­nen-Web­­si­te www.dasmachenwirgemeinsam.de und auf www.caritas.de/125-jahre.

Zukunft den­ken, Zusam­men­halt leben.
#Das­Ma­chen­Wir­Ge­mein­sam


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EXPE­DI­TI­ON ZUKUNFT: WIE WER­DEN WIR IN 125 JAH­REN LEBEN?



Zum 125-jäh­­ri­­gen Jubi­lä­um der Cari­tas in Deutsch­land wol­len wir in die Zukunft schau­en. Dafür set­zen wir uns bei der Expe­di­ti­on Zukunft mit unse­ren Wer­ten aus­ein­an­der, ent­wi­ckeln Visio­nen und schaf­fen Artefakte.

Seit unse­rer Grün­dung im Jahr 1897 arbei­ten wir als Cari­tas an einer soli­da­ri­sche­ren Gesell­schaft. Gemein­sam mit unse­ren Mit­glie­dern, Partner_innen und Unterstützer_innen haben wir viel erreicht und noch viel vor. Wie sieht Ihre Visi­on für eine soli­da­ri­sche­re Gesell­schaft aus?

Gehen Sie mit Ihrer Cari­­tas-Orga­­ni­­sa­­ti­on auf die Expe­di­ti­on Zukunft

Expe­di­ti­on Zukunft – das ist ein von der Cari­tas ent­wi­ckel­tes, vier­stün­di­ges Work­­shop-For­­mat. Es bie­tet krea­ti­ven und inno­va­ti­ven Ideen Raum und Rah­men, für die Suche nach neu­en Ant­wor­ten für eine lebens­wer­te Zukunft für alle Men­schen. Im Work­shop wer­den Expo­na­te gebaut, die im Anschluss öffent­lich­keits­wirk­sam prä­sen­tiert werden.

Was genau ist geplant?

An unter­schied­li­chen Orten in Deutsch­land stellt die Cari­tas gemein­sam mit loka­len Part­nern und Netz­wer­ken Teams zusam­men, die in einem vier­stün­di­gen Work­shop Visio­nen und Lösungs­an­sät­ze für aktu­el­le gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen ent­wi­ckeln. Die­se Visio­nen wer­den als „Arte­fak­te der Zukunft“, als gemein­sam erar­bei­te­tes Mit­bring­sel aus dem Work­shop, selbst gestal­tet und öffent­lich­keits­wirk­sam vorgestellt.

Expe­di­tio­nen in Ihrer Nähe:

08 SEP­TEM­BER

DON­NERS­TAG

Indi­vi­dua­li­tät und Solidarität

Kunst­haus 57, Osna­brück
Cari­tas­ver­band für die Stadt und den Land­kreis Osna­brück e.V.

15 SEP­TEM­BER

DON­NERS­TAG

Indi­vi­dua­li­tät und Solidarität

Kunst­haus 57, Osna­brück
Cari­tas­ver­band für die Stadt und den Land­kreis Osna­brück e.V.

20 SEP­TEM­BER

DIENS­TAG

Chan­cen­ge­rech­tig­keit in 55 Jahren?

Haus Düs­se 2 in Bad Sassendorf/Ostlinghausen
Cari­tas­ver­band für den Kreis Soest e.V.

10 NOVEM­BER

DON­NERS­TAG

Viel­falt und Respekt

Mal­te­ser Zen­tra­le Köln,
Mal­te­ser Freiwilligendienste

14 NOVEM­BER

MON­TAG

Chan­cen und Gerech­tig­keit – Fokus Klimaschutz

Dorf­la­den Drin­gen­berg,
Cari­tas­ver­band für das Erz­bis­tum Pader­born e.V.

18 NOVEM­BER

FREI­TAG

Indi­vi­dua­li­tät und Solidarität

Young­ca­ri­tas Kre­feld,
Cari­tas­ver­band für die Regi­on Kre­feld e.V.

25 NOVEM­BER

FREI­TAG

Chan­cen und Gerechtigkeit

Mal­te­ser Zen­tra­le Köln,
Mal­te­ser Freiwilligendienste

Mal­te­ser Freiwilligendienste

14 DEZEM­BER

MITT­WOCH

Viel­falt und Respekt

Mal­te­ser Zen­tra­le Köln,
Mal­te­ser Freiwilligendienste

Mal­te­ser Freiwilligendienste

Veranstalter:innen gesucht!

Wei­ter­hin suchen wir deutsch­land­weit nach Veranstalter:innen vor Ort. Unser Ziel: Jeder Trä­ger, jeder Ver­band und jede Ein­rich­tung der Cari­tas soll eine eige­ne Expe­di­ti­on organisieren.

Umfang­rei­che Mate­ria­li­en für den Work­shop fin­den Sie im Cari­Net in der AG Cari­­tas-Kam­­pa­­g­nen.

Im Hand­buch Expe­di­ti­on Zukunft wer­den die Inhal­te und der Ablauf des Work­shops detail­liert beschrie­ben. Außer­dem kön­nen Sie Mate­ria­len zur Aus­stat­tung von Expe­­di­­ti­ons-Teams und für die Räu­me sowie für Ein­la­dun­gen und Ihre Öffent­lich­keits­ar­beit downloaden.

Das Kam­pagn­en­team des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des unter­stützt Sie bei der Durch­füh­rung. Wen­den Sie sich an uns: kampagne@caritas.de!

EIN­DRÜ­CKE AUS DEN EXPEDITIONEN


Kunst­ak­ti­on für Haupt- und Ehren­amt­li­che in Osnabrück 

Bei der „Expe­di­ti­on Zukunft“ in Osna­brück tref­fen sich Ehren­amt­li­che und Haupt­amt­li­che im Kunst­raum „hase29“. Dabei ent­ste­hen far­ben­fro­he Kunst­wer­ke, die einen beson­de­ren Blick auf Indiv­dua­li­tät und Soli­da­ri­tät werfen.

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RESPEKT AUF VIER RÄDERN

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Car­men Gräf
18.01.2022



Drei Mal pro Woche kommt Hans-Joa­­chim zum mobi­len Foodtruck der Cari­tas Ber­lin. Nicht nur, weil ihm das Essen schmeckt, son­dern auch, weil die Men­schen hier ihn respek­tie­ren und ver­ste­hen. Denn lei­der pas­siert ihm das nicht all­zu oft.

Hans-Joa­­chim ist Stamm­gast beim Foodtruck in Berlin.

Eine hal­be Stun­de, bevor der tür­kis­far­be­ne Bus am Bun­des­platz anrollt, sind schon die ers­ten Gäs­te da. Sie sind hung­rig und freu­en sich auf eine war­me Mahl­zeit. Für vie­le die ers­te und oft auch die ein­zi­ge an die­sem Tag.

Beim Foodtruck der Cari­tas gibt es drei mal pro Woche eine war­me Mahlzeit.
© Alle Fotos: Wal­ter Wetzler

Hans-Joa­­chim ist Stamm­gast. “Das ist meist rich­tig lecker hier”, sagt er und stellt sich in die Schlan­ge am Foodtruck. Es duf­tet appe­tit­lich nach frisch gekoch­tem Gemü­se. Ein Ein­topf mit grü­nen Boh­nen, Karot­ten, Kar­tof­feln und Rind­fleisch steht bereit. “Wir ver­su­chen, aus­ge­wo­gen und nähr­stoff­reich zu kochen”, betont der freund­li­che Mann an der Essens­aus­ga­be. “Meis­tens sind unse­re Gerich­te fleisch­los und wenn nicht, bie­ten wir eine vege­ta­ri­sche oder vega­ne Alter­na­ti­ve an.” Auch wer am Ran­de der Gesell­schaft lebt, hat ein Recht auf gutes Essen — dar­über ist sich das Team des Foodtrucks einig. Die­ser gehört dem Ber­li­ner Cate­­ring-Unter­­neh­­men Mama & Sons. Obdach­lo­se wer­den hier genau­so respekt­voll behan­delt wie Schau­spie­ler am Film­set, für die das Team von Mama & Sons schon oft gekocht hat.

Ein Foodtruck als Ant­wort auf den Lockdown

Die Sache mit dem Foodtruck sei zunächst aus der Not gebo­ren wor­den, erzählt die Cari­­tas-Koor­­di­­na­­to­­rin des Pro­jek­tes, Ange­li­ka Kal­jic. “Wäh­rend des Lock­downs im letz­ten Jahr waren fast alle Tages­treffs und Sup­pen­kü­chen geschlos­sen — da dach­te die Cari­tas über ein mobi­les Pro­jekt nach.” Die Akti­on Mensch spen­de­te 20.000 Euro, das Ber­li­ner Unter­neh­men Mama & Sons kam auf die Cari­tas zu. “Sie hat­ten noch Lebens­mit­tel auf Lager und boten an, die­se zu spen­den”, berich­tet Ange­li­ka Kal­jic. “Dar­aus ist nun eine dau­er­haf­te Koope­ra­ti­on ent­stan­den.” Mama & Sons kocht das Essen, stellt den Foodtruck und das Per­so­nal, die Cari­tas über­nimmt die Kos­ten und bie­tet zudem Geträn­ke an. Es gibt Was­ser, Tee und Kaffee. 

https://www.youtube.com/watch?v=VWj47ABBCJUhttps://www.youtube.com/watch?v=VWj47ABBCJU

Im letz­ten Jahr war der Foodtruck jeden Tag unter­wegs, inzwi­schen ist er drei­mal pro Woche für die Cari­tas im Ein­satz. Jeden Diens­tag­nach­mit­tag ist das Mobil am Bun­des­platz, davor am Ost­bahn­hof. Wei­te­re Stand­or­te sind die Kur­fürs­ten­stra­ße und der Alex­an­der­platz. Bis zu 100 Mahl­zei­ten wer­den pro Tag verteilt.

Die Woh­nung von Hans-Joa­­chim ist vor 20 Jah­ren abgebrannt

Hans-Joa­­chim fährt quer durch die Stadt für eine war­me Mahl­zeit. Er kennt alle Stand­or­te. “Wenn ich unter­wegs bin, wer­de ich oft als Pen­ner und Idi­ot beschimpft”, sagt der 66-Jäh­­ri­­ge. “Manch­mal wer­de ich auch geschubst und getre­ten.” Die wenigs­ten Men­schen wür­den ihn respektieren.

“Die kön­nen sich nicht vor­stel­len, was ich so durch­ge­macht habe”, sagt er. Hans-Joa­­chim spricht schnell und ein biss­chen ver­nu­schelt und guckt dabei in die Fer­ne. Er scheint es nicht gewohnt zu sein, dass ihm jemand zuhört. Das Leben hat ihm übel mit­ge­spielt. Frü­her hat er Fern­seh­ge­rä­te repa­riert. Der Laden muss­te schlie­ßen. Er war auf Sozi­al­hil­fe ange­wie­sen. Spä­ter arbei­te­te er in einer Schu­le als Haus­meis­ter bis zur Ren­te. Weil die­se nicht reich­te, mach­te er sich selbst­stän­dig mit einem Laden, der tech­ni­sche Gerä­te repa­rier­te. Als es Ärger mit dem Ver­mie­ter gab, warf er das Hand­tuch. Bei einem Woh­nungs­brand vor fast 20 Jah­ren muss­te er aus dem Fens­ter sprin­gen. Ein Bein wur­de schwer ver­letzt. Seit­dem trägt er eine Schie­ne und hat star­ke Schmerzen.

“Wenn ich unter­wegs bin, wer­de ich oft als Pen­ner und Idi­ot beschimpft, manch­mal wer­de ich auch geschubst und getre­ten. Die kön­nen sich nicht vor­stel­len, was ich so durch­ge­macht habe.” – Hans-Joa­­chim, Berlin

Trotz­dem wür­de Hans-Joa­­chim gern etwas für ande­re tun, denen es schlech­ter gehe als ihm. Lei­der habe er kei­nen Füh­rer­schein, sonst könn­te er sich gut vor­stel­len, beim Foodtruck-Pro­­­jekt mitzumachen. 

Essen und Woh­nung allein rei­chen nicht

Der­zeit lebt er in einem sozia­len WG-Pro­­­jekt mit vier ande­ren Män­nern. Hans-Joa­­chim hat drei gro­ße, mit Haus­rat gefüll­te Ein­kaufs­tü­ten bei sich und bezeich­net sich selbst “als eine Art Mes­sie”. Das sei für ande­re schwie­rig. “Vor allem ein WG-Nach­­­bar pöbelt mich stän­dig an und behan­delt mich respekt­los”, sagt er. Des­halb wol­le er raus aus der WG. Die Cari­tas hel­fe ihm, eine eige­ne Woh­nung zu fin­den. “Hier bei der Cari­tas sind alle nett zu mir”, sagt er. “Die ver­ste­hen mich.”

Hans-Joa­­chim hat immer alles dabei, was er braucht. 

Ange­li­ka Kal­jic nickt. Respekt sei für sie kein lee­res Wort: “Eine war­me Mahl­zeit allein — das reicht nicht.” Es kom­me sehr dar­auf an, wie man die Men­schen behan­de­le. “Wir ver­ur­tei­len nie­man­den, wir hören zu, wir neh­men uns Zeit,” betont die Foodtruck-Koor­­di­­na­­to­­rin. “Dafür bekom­men wir viel Dank­bar­keit zurück.”

Unter den Gäs­ten des Foodtrucks sei­en nicht nur Woh­nungs­lo­se, son­dern auch vie­le Men­schen mit einer schma­len Ren­te. “Etwa eine Fri­seur­meis­te­rin, die einen eige­nen Laden hat­te”, berich­tet Ange­li­ka Kal­jic. “Nun reicht ihre Ren­te nicht, um über die Run­den zu kom­men.” Man­che Gäs­te sei­en ein­sam und kämen ein­fach nur hier­her, um zu reden. “Sie sind alle auf ihre Wei­se bedürf­tig”, sagt die Cari­­tas-Frau. “Wir fra­gen nicht nach einem Bedarfs­nach­weis. Jeder, der hier­her­kommt, kriegt was zu essen.”

Jeder bekommt hier etwas zu essen – und wird respektiert

Von wei­tem sieht es aus, als ob sich am Foodtruck eine Par­ty­ge­sell­schaft ver­sam­melt hät­te. Etwa 40 Men­schen ste­hen her­um, unter­hal­ten sich, lachen und löf­feln Ein­topf. “Ich ach­te dar­auf, dass hier ein net­ter Umgang herrscht”, sagt Ange­li­ka Kal­jic. “Die meis­ten gehen respekt- und rück­sichts­voll mit­ein­an­der um. Nur sel­ten ist mal ein Stö­ren­fried dabei.” Dem habe sie gesagt, dass er nicht wie­der­kom­men solle.

Hans-Joa­­chim hat hier bis­her mit nie­man­dem Ärger gehabt. Er genießt den war­men Ein­topf, die gelös­te Stim­mung, sagt hier und da “Hal­lo”. Ange­li­ka Kal­jic begrüßt ihn wie einen alten Bekann­ten. “Die sind hier gut zu mir”, sagt er, “die Leu­te von der Cari­tas und vom Foodtruck. Die respek­tie­ren mich.”

Hans-Joa­­chim genießt das Essen und dass er beim Foodtruck mit Respekt behan­delt wird.


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