Fol­ge 1 

Ber­lin: Wie geht es Obdach­lo­sen in der Pandemie?

12.02.2021

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In einem so rei­chen Land wie Deutsch­land, war­um gibt es hier überhaupt Obdach­lo­sig­keit? Wie geht es den­je­ni­gen, die auf der Stra­ße leben? Und was sagt das über die Soli­da­ri­tät in unse­rer Gesell­schaft aus? Das sind die The­men in unse­rer neu­en Pod­cast-Fol­ge. Hören Sie rein! 

Der Win­ter ist da. Es ist kalt, win­dig und feucht. Vie­le Men­schen blei­ben zu Hau­se, in ihren eige­nen vier Wän­den – und das nicht nur wegen der Lock­down-Maß­nah­men, son­dern auch, weil es drau­ßen unge­müt­lich ist. Wie geht es aber den­je­ni­gen, die kei­ne eige­nen vier Wän­de haben, um sich zurück­zu­zie­hen und vor der Käl­te zu schüt­zen? Wie geht es denen, die auf der Stra­ße leben müssen? 

Susan­ne Arlt geht die­sen Fra­gen auf den Grund und spricht hier­für mit einem Exper­ten, der sich mit die­sem The­ma aus­kennt: Pro­fes­sor Dr. Jens Wurtz­ba­cher von der Katho­li­schen Hoch­schu­le für Sozi­al­we­sen Ber­lin forscht seit meh­re­ren Jah­ren zu Obdach­lo­sig­keit und Sozi­al­po­li­tik. Wir spre­chen mit ihm dar­über, was die Grün­de für Obdach­lo­sig­keit in Deutsch­land sind und was die Poli­tik tun kann, damit sich die Situa­ti­on ver­bes­sert. Wel­che kurz­fris­ti­gen und lang­fris­ti­gen Lösun­gen müs­sen in Angriff genom­men wer­den? Außer­dem klärt Jens Wurtz­ba­cher über Vor­ur­tei­le gegen­über Obdach­lo­sen auf. 

„Um auf der Stra­ße über­le­ben zu kön­nen, muss man stän­dig aktiv sein. (…) Das ist ein Full­time-Job. Ohne Wochen­en­de und mit regel­mä­ßi­gen Überstunden.“

Vor Ort am Arztmobil

Das Leben auf der Stra­ße macht krank. Das ist auch bei vie­len Obdach­lo­sen in Ber­lin so. Doch die wenigs­ten trau­en sich in eine Arzt­pra­xis. Also fährt das Arzt­mo­bil der Cari­tas zu ihnen und behan­delt die bedürf­ti­gen Men­schen vor Ort. Susan­ne Arlt hat nach­ge­schaut, wel­che Arbeit die Cari­tas-Mit­ar­bei­ter_in­nen am Arzt­mo­bil für woh­nungs- und obdach­lo­se Men­schen leis­ten. Sie spricht mit der gelern­ten Kran­ken­schwes­ter The­re­sia Böhm, die seit 13 Jah­ren mit Obdach­lo­sen arbei­tet, und mit Jür­gen Piek, der seit sei­nem Ruhe­stand regel­mä­ßig als Arzt für die Cari­tas im Ein­satz ist. Und wir erfah­ren, was es mit den Shel­tersuits auf sich hat, die das Arzt­mo­bil ab jetzt verteilt.

Aber natür­lich spricht Susan­ne Arlt auch mit Obdach­lo­sen: Wie geht es ihnen – ins­be­son­de­re in Zei­ten von Coro­na, wo die Innen­städ­te leer blei­ben, weni­ger Men­schen unter­wegs sind, die spen­den könn­ten, und auch Ein­nah­me­quel­len wie Pfand­fla­schen weg­ge­bro­chen sind. Vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen sie? Und was den­ken sie eigent­lich über den Stand der Soli­da­ri­tät in Deutsch­land?


Blog-Fotos und Cover-Foto von C. Tews

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Was kön­nen wir alle tun, um Obdach­lo­sen zu helfen?

3 replies on “Pod­cast Fol­ge 1” 

Ich den­ke, Arzt mobil ist in jeder Stadt zu Hau­se, so auch in Gelsenkirchen.
Arzt Mobil arbei­tet geräusch­los effi­zi­ent für die Bedürftigen.
Wer­den sie genug unter­stützt, da bin ich mir nicht sicher.
Aber als Täti­ge in der ehren­amt­li­chen Cari­tas in gel­sen­kir­chen habe ich schon ein Auge drauf. Auch sehe ich, dass wir als ehren­amt­li­che Cari­tas noch mehr für die­ses Bedürf­ti­gen­kli­en­tel tun kön­nen und auch für Arzt Mobil

Vie­len Dank für Ihre Rück­mel­dung und dafür, dass Sie sich ehren­amt­lich für bedürf­ti­ge Men­schen engagieren.

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